Der Wilde Osten

Tipps für den Familienalltag in Zeiten von Covid-19

Was tun, wenn die Familie zuhause im Home-Office sitzt, die Eltern eigentlich arbeiten müssen und gleichzeitig noch mit den Kindern spielen sollten? Eine Challenge, bei denen vielen Eltern die Haare zu Berg stehen oder gar die Nerven blank liegen. Wir haben für dich Tipps und Tricks zusammengestellt, wie du den Familienalltag in der aktuellen Zeit bewältigen kannst.

Anstatt die Schulbank zu drücken, sitzen die Kinder nun zuhause und auch die meisten Eltern sind in die eigenen vier Wände verbarrikadiert worden und arbeiten täglich im Home-Office.

Die eingespielten Routinen des sonst so gewohnten Alltags stehen plötzlich Kopf und es herrscht ein Ausnahmezustand, bei dem keiner auf eigene Erfahrungen zurückgreifen kann und alle ins kalte Wasser geschmissen werdenAuch wenn momentan vieles von Unsicherheit geprägt ist und man sich Fragen stellt wie «Finden die geplanten Sommerferien in Griechenland statt?», «Fällt das Trainingslager für unseren kleinen Fussballfan ins Wasser?» oder «Ab wann herrscht wieder Normalität?»  eines scheint wohl sicher zu sein: Wir stehen mitten in herausfordernden Zeiten und mit einer Ansage an die Kinder am Morgen à la «Mami und Papi müssen jetzt arbeiten, spielt doch mal eine Runde» hat sich die Tagesorganisation kaum getan.  

Eine Tagesstruktur ist das A und O 

Als Familie sollte gemeinsam ein möglichst detaillierter Plan erstellt werden, um Dinge wie «Wann wird gearbeitet, wann gibt es Pausen, wann essen wir zu Mittag und zu welcher Zeit knipsen wir die Lichter aus?» zu klären. Dieser Plan gibt sowohl den Kindern als auch den Eltern Halt und ein gewisses Mass an Sicherheit. Ob der Plan dann Minute für Minute jeden Tag eingehalten wird, ist wieder ein anderes Thema.

Da aber gerade das Home-Office grosse Flexibilität und vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten bietet, sollte man diese auch ausnutzen und davon profitierenSo kann auch mal vom Plan abgewichen werden, wenn die Konzentration bei der Arbeit nachlässt oder die Kinder nicht mehr ruhig sitzen.  

«Family Time» als Ausgleich 

Auch wenn alle zuhause sind und per se mehr Zeit zusammen verbracht wird, ist der Ausgleich zum Arbeiten oder Home Schooling wichtig. Umso bewusster soll man sich Zeit nehmen, um beispielsweise mit den Kindern seine kreative Ader auszuleben. Basteln, Malen oder aus alten Schuhkartons eine Ritterburg kreieren  wer dies in seine Tagesstruktur integrieren kannsorgt für Abwechslung. Wenn die Kinder wissen, dass die Eltern zu bestimmten Zeiten ganz für sie da sind, können sie sich anschliessend wieder viel besser alleine beschäftigen und eine Schulaufgabe lösen  

Ideen für das Heim 

Wenn man schon mal Zeit hat und ständig in den eigenen vier Wänden sitztbietet es sich an, Dinge zu erledigen, die man schon immer tun wollte und mehrmals vertagt wurden. Dazu gehört Ausmisten, Aufräumen oder das Kinderzimmer umstellen. Es gibt wohl keinen besseren Zeitpunkt als jetzt, um genau dafür Zeit zu investieren. Ebenfalls lohnt es sich, die Kinder in die Um- oder Neugestaltung des eigenen Zuhauses miteinzubeziehen. Selbst gemalte Bilder können Räumen mit vielen weissen Wänden ein neues Flair verschaffeneigens kreierte Dekorationsgegenstände verleihen dem eigenen Heim einen fröhlichen Touch und auch Fotoalben, die seit den letzten drei Jahren vernachlässigt wurden, können hübsch gestaltet und gebastelt werden. Kreativen Köpfen sind hier kaum Grenzen gesetzt. Besondere Kunstwerke können auch fotografiert und an die Grosseltern ins Altersheim geschickt werden, die sich sicher auch über eine Postkarte oder einen handgeschriebenen Brief freuen 

“Screen-Time” sinnvoll nutzen 

Auch wenn heutzutage gerade die Kinder mit einem Tablet oder dem Fernseher schnell und einfach ruhiggestellt werden können, ist es nur im richtigen Mass gut für die Kleinen. Doch wie lassen sich die Tools sinnvoll nutzen? Spielerisch lernen lässt sich mit dem Tablet relativ gut. Und auch Homeschooling über verschiedene Plattformen wie Schlaumeier oder SRF myschool lohnen sich, auszuprobieren. Kinder scheinen sich leicht dafür begeistern zu lassensind eine Weile beschäftigt und lernen erst noch was dabei. Doch trotzdem gilt: Wer täglich acht Stunden oder mehr vor dem Laptop oder Tablet sitzt, der muss nicht auch noch jeden Abend vor dem Bildschirm hängen. Es tut allen gut, auch Bildschirm-freie Zeiten einzuführen. 

Stay positive – but stay at home 

In Zeiten, in welchen vieles düster scheint und von Ungewissheit geprägt istist es wichtig, sich auch wieder mal das Positive vor Augen zu führen. Das tägliche Pendeln fällt beispielsweise weg, man hat Zeit für Leidenschaften wie KochenDo-it-yourself-Projekte oder Lesen und hat die Möglichkeit, bedeutend mehr Zeit mit seiner Familie zu verbringen. Ein grosses Blatt Papier an einer gut sichtbaren Stelle aufzuhängen, wo alle Familienmitglieder draufschreiben können, was die Corona-Zeit Positives mit sich bringt, hebt die Stimmung und lässt alle auch wieder etwas optimistischer sein. Und dann können wir uns sicherlich bald schon wieder auf viele spannende Abenteuer im Wilden Osten freuen. 

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