Der Wilde Osten

Vom Töfflibueb zum Modelshooter

Ein riskantes Unterfangen, heutzutage, wo der Gender-Thematik rege Beachtung geschenkt wird und Frauenrechtlerinnen nur so auf ihre nächste Beute warten. Was den Frauenfelder Marc Zürcher wenig zu kümmern scheint, solange er sein Kultgefährt perfekt in Szene setzen kann.

Schon mit 14 Jahren wusste er: Mofakult und Pin-up-Kalender fliessen ineinander wie Yin und Yang. Was im Kinderkopf von Marc Zürcher seit eh und je fest verankert war, setzte er im Jugendalter in die Tat um: Als Jungunternehmer und Geschäftsführer von Mofakult überlässt er heute den Sattel auch gerne mal den Models.

Vom verruchten Bubentraum zur erfolgreichen Geschäftsidee

Alles begann, als er die Freiheit eines «Töfflibuebs» entdeckte. In der elterlichen Garage schraubte der Thurgauer Marc Zürcher schon früh an seinem Mofa rum. Dass es schwierig war, an Ersatzteile zu kommen, merkte er schnell. Diese Marktlücke machte ihn neugierig und so baute er während seiner Lehre als Polymechaniker einen Online-Shop für Mofa-Ersatzteile auf. Was aus der Not heraus geboren wurde, fand nationalen Anklang.

Puch, Sachs und Cilo schlagen E-Bikes bei Weitem

Heute beliefert der Mittzwanziger mit seinem 14-köpfigen Team Kunden aus der ganzen Schweiz und teilweise sogar im nahen Ausland. Dem Umweltgedanken zum Trotz finden motorisierte Gefährte stets grossen Anklang. Kulttöffli wie Puch, Sachs, Cilo, Belmondo und Tigra gewinnen den Wettbewerb längst gegen E-Bikes – vor allem bei den älteren «Töfflibuebe» sowie den nachrückenden Generationen, bei denen Töfflifahren wieder im Trend liegt. Doch Zürcher ruht sich ungern auf seinen Lorbeeren aus. So setzt er «seine Babys» gerne speziell in Szene und schafft für seine – meist männlichen – Kunden ein ganz besonderes «Tuning»: Pin-up-Kalender! Spärlich bekleidete Models umrahmen die Zweitakter elegant und «niemals auf billige Art und Weise», wie Zürcher betont.

Für jedes Töffli-Leiden eine Lösung

Obwohl für den jungen Unternehmer die Mofas im Mittelpunkt stehen, tritt das motorisierte Zweirad in seinen Kalendern auch gerne mal etwas in den Schatten der Damen. Trotzdem ist der Fokus der Dienstleistung klar: Der Online-Shop Mofakult.ch hat sich in den letzten acht Jahren stetig verbessert und hat für jedes Mofa-Leiden eine Lösung parat (oder ist zumindest an deren Entwicklung). Mit den Eigenmarken «swiing» und «66Heroes» baut die Firma sogar selbst Ersatzteile nach.

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