Bischofszell Nahrungsmittel AG

Der Weg einer Grapefruit: von Yucatán bis Bischofszell

Es riecht süss. 9000 Kilometer von Bischofszell entfernt, greift Demetrio Interiàn Paredes nach einer Frucht an einem Zweig des subtropischen Baums. Ohne sie zu pflücken, drückt er sie prüfend. Die Grapefruit ist reif.

Diese Saison hat der Mexikaner zum ersten Mal auf Pestizide verzichtet. Viele seiner Nachbarn haben sich ebenso bereits vom Bio-Dünger überzeugen lassen. Die Bauern in diesen Gebieten der Halbinsel Yucatán sind zwar seit Jahrhunderten mit ihrer Scholle verwurzelt. Doch sie sind Neuem gegenüber aufgeschlossen.

Jede Grapefruit lässt sich zurückverfolgen

Demetrio lebt und arbeitet wie rund 4500 Familien auf den Feldern, deren Früchte in die «Arpen» geliefert werden: Der einzigen Konzentratfabrik auf Yucatán, die ausserhalb der Kontrolle der globalen Früchtehändler liegt. Zur Erntezeit arbeiten die Fabrikangestellten in drei Schichten zu acht Stunden. Der Speicher ist so nummeriert, dass sich jede Zitrusfrucht zurückverfolgen lässt, von Bischofszell bis zum Ursprung in Mexiko.

Mindestlöhne und geregelte Arbeitszeiten dank Fairtrade-Label 

Die Grapefruits sind nicht nur nachhaltig angebaut, sondern werden auch fair gehandelt: Das Commitment der Bischofszell Nahrungsmittel AG, jährlich 250‘000 Tonnen Grapefruit zu kaufen, war für 1200 Bauern Sicherheit genug, sich in einer Fairtrade-Kooperative zusammenzuschliessen. Womit den Pflanzern ein Bonus winkt. Die Schweizer machten ihre Partnerschaft von der Einhaltung von Mindestlöhnen und geregelten Arbeitszeiten abhängig. Die Zusatzeinkünfte fliessen in den Topf, aus dem Schulprojekte und andere Innovationen finanziert werden.  

Per Schiff und Lastwagen nach Bischofszell 

Zurück in die Fabrik: Nach einer gründlichen Qualitätskontrolle der einzelnen Früchte verwandeln sechs Pressen das Fruchtfleisch in Saft. Das betriebseigene Labor prüft Stichproben, dann kann der Saft eingefroren werden. Die 200-Kilo-Fässer stehen bereit. Um das Volumen für den Transport zu verringern, wird den Fruchtschnitzeln das Wasser entzogen. Zwei Tage dauert ihre Fahrt zum Hafen. Nach drei Wochen auf hoher See erreicht das Containerschiff Rotterdam. Und eine Lastwagenfahrt später schliesst sich in Bischofszell der Kreislauf der Nachhaltigkeit.  

Von der Aufzucht unter dem Max-Havelaar-Label, über die Ernte bis hin zur Lieferung der Bischofszell Nahrungsmittel AG in die genossenschaftlichen Migros-Regale: jeder Meter des Wegs des Pink Grapefruit-Safts der Marken «Gold» und «Anna‘s Best» lässt sich zurückverfolgen. Ziel erreicht. 

Bischofszell Nahrungsmittel AG

Die Bischofszell Nahrungsmittel (BINA) wurde 1909 gegründet und ist eine führende Herstellerin von Convenience- und Fruchtprodukten sowie Fertiggerichten und Getränken für Einzelhandel, Industrie, Grossverbraucher und den Export.

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